Kaum ist das Wochenende vorbei, wirkt es fast schon wieder unwirklich, wie viel in den vergangenen Tagen passiert ist. Hinter uns liegt nicht einfach nur ein Heimatfest, sondern ein Wochenende voller Engagement, Gemeinschaft und unzähliger ehrenamtlicher Stunden. Vor allem aber wird es vielen wegen eines Umstands lange in Erinnerung bleiben: der außergewöhnlichen Sommerhitze. Trotzdem hat sich einmal mehr gezeigt, was möglich ist, wenn viele Menschen gemeinsam anpacken.
Bereits eine Woche vor dem Fest, am 19. Juni, stand traditionell die große Putz- und Aufräumaktion auf dem Programm. An dieser Stelle gilt ein besonderer Dank der Stadt Querfurt und vor allem dem Bauhof, der bereits im Vorfeld zahlreiche Mäharbeiten erledigt hatte. Die Landfrauen befreiten den Spielplatz von Unkraut, während sich der Sportverein um den Sportplatz, die Nebenanlagen und die Grünflächen kümmerte. Überall wurde geschnitten, gefegt, aufgeräumt und vorbereitet, damit sich das Gelände pünktlich zum Heimatfest von seiner besten Seite präsentieren konnte. Gleichzeitig wurde die neu errichtete Getränkebude fertiggestellt und erhielt ihren finalen Anstrich. Unterstützt wurden alle Arbeiten von zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern.
Am darauffolgenden Samstag trafen sich erneut viele fleißige Hände im Park. Beete wurden gepflegt, die Bühne vorbereitet sowie rund um die Toilettenanlagen aufgeräumt. Dabei wurde deutlich, dass sich auf dem Gelände in den vergangenen Monaten einiges verändert hat. Der neue Fußweg und die neue Rampe vor den modernisierten Toiletten sind sichtbare Beispiele dafür. Dazu wird es jedoch zu einem späteren Zeitpunkt noch einen gesonderten Bericht geben.
Mitten in den Vorbereitungen musste am Mittwoch, den 24. Juni, außerdem eine wichtige Entscheidung getroffen werden. Aufgrund der angekündigten Temperaturen von nahezu 40 Grad wurde das für Samstag geplante Fußballturnier abgesagt. Die Entscheidung fiel allen Beteiligten leicht, denn die Gesundheit und Sicherheit der Spielerinnen und Spieler standen an erster Stelle. Ganz ohne Programm blieb der Tag dennoch nicht: Der Tag der offenen Tür sowie die Kinderbespaßung durch die Landfrauen fanden wie geplant statt.
Am Donnerstag begann schließlich der offizielle Aufbau des Heimatfestes. Feuerwehrverein, Heimatverein und zahlreiche weitere Helferinnen und Helfer sorgten gemeinsam dafür, dass sich der Park wieder in ein festliches Veranstaltungsgelände verwandelte. Zelte wurden aufgebaut, Sitzgelegenheiten aufgestellt, der Bierwagen platziert und Lichterketten gespannt. Überall liefen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren.
Ein heißer Start ins Festwochenende
Am Freitag fiel bei Temperaturen von deutlich über 35 Grad der offizielle Startschuss für das Heimatfest. Den Auftakt machten das Kinderprogramm und die Kinderdisco mit DJ Manuel. Schnell zeigte sich jedoch, dass die enorme Hitze vielen Familien einen Strich durch die Rechnung machte. Entsprechend kamen weniger Kinder als in den Vorjahren, bei diesen Wetterbedingungen absolut verständlich. Viele suchten lieber den Schatten, den heimischen Pool oder einen möglichst kühlen Ort auf.
Im Laufe des Abends fanden dennoch einige Besucherinnen und Besucher den Weg in den Park. Auch wenn es etwas weniger Gäste als gewohnt waren, der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Es wurde getanzt, gelacht und bis spät in die Nacht gemeinsam gefeiert.
Sportfest und Tanzabend trotz Hitzewelle
Der Samstag begann früh auf dem Sportplatz und an der Kegelbahn. Die Sportler bereiteten alles vor, die Darter präsentierten ihren Sport und die Kegler öffneten ihre Bahn für interessierte Besucherinnen und Besucher. Unsere Landfrauen kümmerten sich um die Kinder und boten auch wieder frisches Obst an. Zudem wurde die neue Getränkebude offiziell eingeweiht. Zwei Zelte, die Gulaschkanone und ausreichend kühle Getränke sorgten dafür, dass trotz der extremen Temperaturen einige Gäste vorbeischauten und gemeinsam Zeit verbrachten.
Spätestens an diesem Tag wurde deutlich, wie richtig die Entscheidung gewesen war, das Fußballturnier abzusagen. Der Planet drückte gewaltig.
Als der Nachmittag langsam ausklang, begann für viele Helfer bereits die nächste Schicht. Ganz nach dem jährlichen Motto „Acht Mann – acht Ecken“ wurden die Sportlerzelte in den Park gebracht, Bierzeltgarnituren aufgebaut und alles dekoriert. Alles wurde für den Tanzabend vorbereitet.
Für die musikalische Unterhaltung sorgte erneut die Band Three4You. Trotz tropischer Temperaturen begaben sich einige auch auf die Tanzfläche. Anfangs brachte ein leichter Wind etwas Erleichterung, aber danach drückte es wieder. Doch je später der Abend wurde, desto mehr kamen in den Park. Die Stimmung war ausgelassen und es wurde bis tief in die Nacht gefeiert.
Ein Sonntag voller Höhepunkte – und einer unerwarteten Wendung
Der Sonntag gilt traditionell als einer der Höhepunkte des Heimatfestes und auch in diesem Jahr sollte er viele besondere Momente bereithalten.
Am Morgen eröffnete die Jugendfeuerwehr mit dem Löschangriff nass den Festtag. Begleitet wurde das Programm von einem musikalischen Frühschoppen mit DJ Mathi. Wehrleiter Uwe Mähne begrüßte gemeinsam mit den anwesenden Kindern die Besucherinnen und Besucher. Erst wurde der Löschangriff durchgeführt, eh sich die Kinder abkühlten. Die noch vergleichsweise angenehmen Temperaturen lockten viele Gäste in den Park, bevor die Sonne erneut ihre volle Kraft entfaltete.
Am Nachmittag luden die Landfrauen wieder zu ihrem beliebten Kuchenbasar ein und versorgten die Besucher mit Kaffee und Kuchen.
Eigentlich sollten im Anschluss der Kindergarten und die Bambini-Feuerwehr auftreten. Aufgrund der anhaltenden Hitze wurden diese Programmpunkte jedoch bereits im Vorfeld schweren Herzens abgesagt. Eine verständliche Entscheidung, denn auch hier stand das Wohl der Kinder an erster Stelle.
So übernahm direkt die Kulturbande die Bühne. Für viele Jahr für Jahr eines der Höhepunkte des Heimatfestes. Nach einem Tanz und einer Zugabe wurde die Bühne für das traditionelle Märchen vorbereitet.
Doch kaum hatte die Aufführung begonnen, nahm der Nachmittag eine unerwartete Wendung.
Plötzlich ertönte die Feuerwehrsirene. Zunächst glaubten einige Besucher noch, dies gehöre zur Vorstellung. Schnell wurde jedoch klar: Alarmierung und Einsatz.
Innerhalb weniger Augenblicke legten die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden ihre Kostüme ab, verließen teilweise den Bierwagen raus über die Theke und rückten aus. Kurz darauf war bereits eine große Rauchwolke in Richtung Wald zu sehen.
An dieser Stelle möchten wir unserer Feuerwehr sowie allen weiteren Einsatzkräften unseren herzlichen Dank aussprechen. Für ihre schnelle Reaktion, ihren Einsatz und ihre ständige Bereitschaft, selbst mitten während des Heimatfestes.
Beeindruckend war auch die spontane Hilfsbereitschaft vor Ort. Kaum war die Feuerwehr ausgerückt, fanden sich sofort zahlreiche Menschen, die den Ausschank übernehmen wollten und dort unterstützten, wo Hilfe benötigt wurde.
Auf der Bühne wurde kurzerhand improvisiert. Die Bläser sorgten für musikalische Unterhaltung, die Mitglieder der Kulturbande nutzten die Zeit für spontane Einlagen und auch einige Gäste beteiligten sich. So entstand trotz der besonderen Situation ein schöner Moment der Gemeinschaft.
Nach etwa einer Stunde stand schließlich fest, dass der geplante Auftritt nicht fortgesetzt werden konnte, da die Feuerwehr weiterhin im Einsatz war. Die Besucher reagierten mit großem Verständnis und würdigten die Arbeit der Einsatzkräfte mit langem Applaus. Als Zeichen der Anerkennung gab es eine Runde Freibier, gesponsert von den beiden Vereinen, während der DJ weiterhin für Unterhaltung sorgte.
Gleichzeitig entschloss man sich aufgrund der Wetterprognosen, vorsorglich die Zeltplanen abzunehmen, Bierzeltgarnituren zu sichern und elektrische Anlagen zurückzubauen. Erneut zeigten viele Menschen ihre Hilfsbereitschaft – darunter auch zahlreiche Personen, die keinem Verein angehören. Niemand wurde von seinem Platz vertrieben, dennoch packten viele selbstverständlich mit an. Es war eine Hau-Ruck-Aktion, da man nicht wusste, wie sich das Wetter eventuell noch entwickeln wird.
Als die Feuerwehr schließlich vom Einsatz zurückkehrte, gab es für die Kameradinnen und Kameraden zunächst eine wohlverdiente Erfrischung. Danach klang das Heimatfest langsam und gemütlich aus.
Auch dieser besondere Abschluss zeigte einmal mehr, was möglich ist, wenn Vereine, Ehrenamtliche und Dorfgemeinschaft zusammenarbeiten. Dafür gilt allen Beteiligten unser herzlicher Dank.
Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten
Ohne die Unterstützung vieler Menschen wäre dieses Fest nicht möglich gewesen:
• dem Ortschaftsrat für die Organisation,
• allen Vereinen für den Aufbau, die Unterstützung und die gemeinsame Putzaktion,
• dem Feuerwehr- und Heimatverein für den Ausschank,
• dem Sportverein für die Organisation des Sportfestes,
• WeGas Gulaschkanone & Eventgastronomie Lanzendörfer für die Verpflegung,
• den Landfrauen für Kuchen, Obst und die Kinderbetreuung,
• unsere Crew am Freitag, die sich um die Kinderbespaßung kümmerten,
• der Stadt Querfurt und dem Bauhof für ihre Unterstützung,
• Haarlekin Kostümverleih Katrin Heppner sowie Baumaschinenvermietung Hempel aus Querfurt,
• und natürlich euch, liebe Gäste. Ohne euch wäre all das nur halb so schön gewesen.
Fazit
Das Heimatfest Gatterstädt 2026 war trotz der extremen Temperaturen ein gelungenes Fest voller schöner Begegnungen, besonderer Momente und gelebter Gemeinschaft. Es hat einmal mehr gezeigt, wie viel Zusammenhalt, Engagement und Herzblut in unserem Dorf stecken.
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr.
Bis dahin: Bleibt gesund, fröhlich und feierfreudig. Und vielleicht sehen wir uns schon beim nächsten Fest in Gatterstädt.
Norman Böttcher

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